Elektrorasenmäher

Elektrorasenmäher

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Ein enger Verwandter vom Benzinrasenmäher ist der Elektrorasenmäher, der aber über viele Jahre oft belächelt wurde. Dabei sprechen einige gute Gründe für die Wahl des elektrischen Mähers, was sich auch in den Verkaufszahlen niederschlägt. Er ist günstiger in der Anschaffung, leichter bei der Bedienung (unproblematisches Starten, leichtes Führen des Gerätes), verlangt nach deutlich weniger Wartung und erfreut die Umwelt mit deutlich geringerer Lärmbelästigung. Ein weiterer Vorteil, der häufig bei den Vorüberlegungen vergessen wird, ist der Standort. Elektrorasenmäher können praktisch überall im Hause überwintern oder auch eingelagert werden, wenn zum Beispiel vorübergehend eine Mietwohnung bezogen wird und kein Rasen gemäht werden muss.
Die Wartungsarbeiten konzentrieren sich auf den Schliff des Mähmessers (30 Grad Winkel) und der allgemeinen Kontrolle des Gerätes. Große Aufmerksamkeit sollte allerdings auf die Stromzufuhr gelegt werden. Bei einem kräftigen Elektromäher und längerem Betrieb sollte zum Beispiel eine Kabeltrommel komplett abgewickelt werden, um Hitzeentwicklungen und Anschmoren des Kabels zu vermeiden. Beschädigungen am Kabel müssen auf jeden Fall fachgerecht behoben werden, ansonsten droht Lebensgefahr! Eine alternative Stromzufuhr bietet der Akkumäher.
Auch bei den Elektromähern ist der Markt groß und viele Hersteller werben um den Kunden. Obwohl einige Hersteller ihren Elektrorasenmähern Rasenflächen von bis zu 1000 qm zumuten, empfehlen sich diese Geräte doch eher für kleinere Flächen, schon allein wegen der Kabelführung. Geräte mit Radantrieb sind auf einem angemessen großen Zierrasen eher unnötig, es sei denn, es sind diverse Steigungen zu bewältigen. Dreirädrige Rasenmäher zeigen eine bessere Wendigkeit, sind aber im "Fahrverhalten" instabiler und gewöhnungsbedürftig. Bei der Bedienung ist zu beachten, dass auch die in Rasenmähern verbauten Elektromotoren eine gewisse Anlaufschwäche haben. Sie starten leichter, wenn man zuerst auf einer nicht zu bearbeitenden Fläche anschiebt. Nach einem kurzen Moment erreicht der Motor die Schnittdrehzahl und entwickelt dann auch die nötige Kraft fürs Mähen. Man kann alternativ auch den Griff nach unten drücken, sodass das Mähwerk vom Boden abhebt. Wenn der Motor rundläuft, setzt man das Mähwerk auf den Rasen auf.
Die Einstiegspreise sind inzwischen bei unter 50 Euro angekommen. Wer regelmäßig seinen Rasen mäht, wird allerdings zu Recht mehr Geld ausgeben und sich in Preisregionen von etwa 100 bis 300 Euro bewegen. Die Preisunterschiede ergeben sich vor allem durch die Verarbeitung, die verwendeten Materialien, die Ausstattung und das - optionale - Zubehör. Auf eine Vielzahl von einstellbaren Schnitthöhen wird in der Praxis oft verzichtet. Bei regelmäßigem Mähen bleibt eine bestimmte Stufe eingestellt. Eine höhere wird nötig, wenn - etwa nach einem längeren Urlaub - der Rasen zu hoch gewachsen ist, um ihn auf Anhieb auf die gewünschte Höhe zu stutzen.
Die Schnittbreiten der Mähwerke variieren bei Elektromähern grob zwischen 30 und 50 cm. Die meisten werden mit ca. 35 bis 42 cm angegeben, was in der Regel auch ausreichend ist. Bei den Motorleistungen reichen die teureren Geräte bereits an die Leistungen von Benzinrasenmähern heran. An Herstellern wären hier zum Beispiel Wolf-Garten, Brill, AL-KO, Bosch, Hanseatic und Gardena zu nennen. Einhell offeriert günstige Einsteigermodelle.



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