
Benzinrasenmäher
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Die benzinbetriebenen Mäher gehören mittlerweile zu den Klassikern unter den Rasenmähern, vor allem, wenn das Gebiet größer und der Rasen nicht unbedingt der feinste englische Zierrasen ist. Im Gegensatz zu den in Sachen Schnitttechnik verwandten Elektrorasenmähern benötigen sie kein Kabel, was zum einen die Beweglichkeit erhöht und zum anderen das Risiko vermeidet, mit dem Mähwerk das Stromkabel zu zerlegen. Benzinrasenmäher gehören zu den Sichelmähern. Das Sichelmesser ist über eine Welle (hochkant) direkt mit der Antriebswelle des Motors verbunden. Die heute oft recht kraftvollen Benzinrasenmäher verlangen nach einer kundigen Hand, vor allem dann, wenn der Motor auch noch die Hinterräder antreibt (Rasenmäher mit Radantrieb). Der Mäher muss nur mit geringem Aufwand geschoben, aber mit erhöhtem Einsatz gelenkt werden.
Arbeitsaufwändiger als Roboter ist allein schon die Entsorgung des Schnittguts. Dieser wird in der Regel in einem Fangkorb gesammelt. Ist dieser voll, so muss eine Entladestation angefahren werden oder aber eine Schubkarre übernimmt ein paar Ladungen und reduziert den Wegeaufwand zur Entsorgungsstelle. Der Rasenmäher kann auch ohne Fangkorb verwendet werden. Dann bleibt das grobe Schnittgut auf dem Rasen, sorgt aber in der Regel nicht wie beim Automatik-Mäher für einen flauschigen Rasen. Es sei denn, man verwendet einen Mulcheinsatz, der für feingehäckseltes Gras sorgt. Wird der Rasenmäher ohne Fangkorb betrieben, so ist auf die Verletztungsgefahr zu achten, wenn der Tunnelausgang Richtung Fangkorb nicht abgedeckt ist und Steine oder kleine Holzstücke (zerteilte Äste) nach hinten herausschießen und den Betreiber an den Füßen bzw. Beinen verletzt (erhöhte Gefahr bei sommerlicher Bekleidung!).
Motor und Technik sind in der Regel äußerst robust und für viele Jahre gut, benötigen allerdings ein vergleichsweise hohes Maß an Wartung. Gestartet wird meist per Seilzug und Choke (bei teureren Geräten ist auch ein Elektrostarter installiert). Werden dabei Fehler gemacht, etwa durch die übermäßige Nutzung des Chokes (so genanntes Absaufen des Motors; auch bei älteren Autos bekannt) oder weil zum Beispiel die Zündkerze verrußt ist, so verpufft die Arbeitsenergie beim Anlassen des Gerätes. Dann muss gegebenenfalls einige Minuten gewartet oder sogar die Zündkerze gereinigt werden. Die Winterzeit wird oft benötigt, um das Gerät zu überholen. Viele Rasenmäher überwintern auch in Fachwerkstätten, wo eine ausgiebige Wartung und Reinigung vorgenommen wird.
Bei der Anschaffung sollte auf einen soliden Motor und eine gute Ausbalancierung des Mähers geachtet werden. Durch letzteres wird die Arbeit erheblich erleichtert. Die Lärmbelästigung durch Benzinrasenmäher ist enorm und in engen Siedlungen ein oft zu Streitfällen führendes Problem. Auch die Geruchsbelästigung durch die Abgase ist nicht unerheblich.
Der Markt an Benzinrasenmähern ist groß; zahlreiche Hersteller liefern sich einen erbitterten Konkurrenzkampf, was dem Kunden letztlich nur recht sein kann. Die Preise sind über die Jahre hinweg gesunken und Einsteigermodelle in etwa so teuer wie bessere Elektrorasenmäher. Eine vollständige Übersicht würde jeden Rahmen sprengen. Es können aber Anhaltspunkte gegeben werden. Häufige Maßangaben bei Rasenmähern sind die Schnittbreite und die Motorleistung.
Bei einem Silver 520 BR Premium von AL-KO ist eine Schnittbreite von 51 cm angegeben. Er soll für Rasenflächen bis 1.800 qm ausgelegt sein. Die Schnitthöhe kann von drei bis acht Zentimetern in sieben Stufen eingestellt werden. Den Antrieb übernimmt ein Briggs & Stratton - Motor mit Easystart. Die Schnittbreite des 430ers derselben Baureihe beträgt 42 cm. Die anvisierte Rasenfläche kann bis 800 qm betragen. Dazwischen ist der 470er angesiedelt, dessen Schnittbreite von 46 cm für 1400 qm vorgesehen ist. Dem hauseigenen Elektrorasenmäher mit 46 cm Schnittbreite mutet AL-KO lediglich 900 qm Rasenfläche zu. Der kleinste Rasentraktor von AL-KO verfügt über 74 cm Schnittbreite und bewältigt bis zu 3000 qm Fläche. Die Motorleistung liegt bei den Benzinrasenmähern in etwa zwischen 1,5 und 5 PS. Meist sind die Unterschiede marginal und begründen nicht wirklich einen Preisaufschlag. Stärkere Motoren bewältigen den Rasenschnitt auch mit schon leicht stumpfen Messern. Allerdings ist ein jährlicher Schliff ohnehin sinnvoll.
Entscheidender ist der solide Aufbau des Motors. Viele Benzinrasenmäherhersteller schwören auf Antriebe von Briggs & Stratton, dem weltweit größten Hersteller von Benzinmotoren mit Luftkühlung. Andere wohlklingende Motorenhersteller sind unter anderem Honda, Kawasaki, Lombardini und Mitsubishi.
Nach dem Motor sind die so genannten Decks die teuersten Bauteile eines Benzinrasenmähers. Damit sind jene Karosserieteile gemeint, die verhindern, dass durch den Mähvorgang beschleunigte Teile, wie etwa Steine oder Äste, eine Gefahr für die Umwelt sind. Die Decks müssen stabil sein. Überhaupt sollte gerade beim leistungsstarken Benzinrasenmäher die Verarbeitung ein wichtiger Kaufaspekt sein. Auch ein Laie kann dies beurteilen, wenn er Verarbeitungsdetails zwischen teuren und billigen Geräten vergleicht.
Die Preise von Benzinrasenmähern beginnen bei rund 150 Euro und gehen bis weit über 1000 Euro. Solide Verarbeitung und sinnvolle Ausstattung beginnen meist bei etwa 300 Euro. Bei Preisvergleichen, die es im Internet natürlich auch für Rasenmäher gibt, sollte sehr genau auf die Ausstattung und das beiliegende Zubehör geachtet werden. Sinnvoll ist es, die ausstattungsbereinigten Modelle der engeren Wahl miteinander zu vergleichen.
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