Automatikmäher / Mähroboter

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Die Einfachheit und Bequemlichkeit des Automatikmähers ist sicher Grund genug, dass diese Technik weltweit auf dem Vormarsch ist. Technisch handelt es sich dabei um einen Elektromäher, genauer um einen Akkumäher. Nicht, wie manchmal fälschlicherweise angenommen, per GPS, sondern durch ein im Boden rund um die Rasenfläche eingelegter Begrenzungsdraht (der ebenso wie die Ladestation eine Stromzufuhr benötigt) führt den akkubetriebenen Rasenmäher. Dieser erhält an der Ladestation seine Befehle und mäht nach exakten zeitlichen Vorgaben selbständig den Rasen. Genau genommen mäht er jedoch nicht im klassischen Sinn. Er häckselt das Gras klein und lässt die abgeschnittenen Halme zwischen die noch stehenden fallen. Der Automatikmäher funktioniert also eher wie ein Mulcher. Er muss daher auch keinen Rasenschnitt entsorgen. Die Geräte sind extrem leise und können auch zu nächtlicher Zeit auf Tour geschickt werden. Nach vielen Jahren Reifungsprozess sind die heutigen Geräte solide verarbeitet und wenig störanfällig. Die Logik, wie der Roboter die Rasenfläche angeht, mag erstmal überraschen. Doch das Programm arbeitet selbständig und sorgt für absolut gleichmäßigen Schnitt. Wird der Mäher regelmäßig zum Einsatz gebracht, so entwickelt sich der Rasen zu einer flauschigen Liegewiese. Die Automatikmäher sind gegen Diebstahl geschützt und beginnen ihren Dienst gar nicht erst, wenn Störungen auftauchen, wie etwa, wenn der Leitdraht nicht unter Strom steht. Mittlerweile bieten Hersteller auch eine solarbetriebene Ladestation an. Experten sagen ihnen zumindest bei der Pflege von Zierrasen eine große Zukunft voraus. Die Grenzen des Mähroboters liegen vor allem in der Beschaffenheit des Rasens. Handelt es sich dabei eher um eine Wiese und schwer zugängliches Terrain, so ist der Automatikmäher überfordert. Die Rasenfläche selbst scheint kein Problem zu sein, die Hersteller geben an, dass die Geräte für Flächen bis 5.000 qm geeignet sind. Die Anschaffungspreise sind noch recht hoch.
Der Hersteller Ambrogio bietet mit dem Ambrogio 50 4WD den ersten tragbaren Rasenroboter an. Er ist für eine Flächenleistung von bis zu 600 qm ausgelegt und bewältigt ein Gefälle von maximal 27 Grad. Als 4WD de Luxe in der Linie 100 ist das baugleiche Gerät auch mit besserer Ausstattung zu haben. Des Weiteren hält Ambrogio noch den L200 als Basic, DeLuxe und Evolution sowie den L300 Basic im Programm. Die Ambrogio Modelle werden auch unter dem Namen Wiper und von der Firma Hunter vertrieben. Die Preise liegen etwa zwischen 1000 und 5000 Euro.
Friendly Robotics nimmt für sich in Anspruch, den ersten Rasenroboter Mitte bis Ende der 1990er Jahre entwickelt zu haben. Im Programm stehen unter der Bezeichnung Robomow der RM200, der RM400, die Modelle RL550 und RL850 sowie das Topmodell RL1000, das für Flächen bis 2000 qm ausgelegt ist und in der Basisausstattung knapp 2.500 Euro kostet. Andere Typen sind nicht mehr im aktuellen Programm, werden aber noch vertrieben wie etwa der RL350, der bereits ab 1000 Euro zu haben ist. Die Robomow werden auch von Vort vertrieben.
Beim bekannten Motorrad- und Gartengerätehersteller Husqvarna steht die Bezeichnung Automower für Rasenroboter. Das derzeitige Programm umfasst die Modelle 210 C, 220 AC und 230 ACX für 1500 bis 2600 Euro. Auch wenn also so ein automatischer Mäher nichts für jedermann ist, so ist die Vorstellung schon verlockend, gemütlich auf der Terrasse unterm Sonnensegel zu sitzen und dem Mäher bei der Arbeit zuzuschauen.



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